Kurz darauf kaufte meine kleine Schwester sich Zahnbürsten von Hydrophil und gab uns so den Anstoß, uns wieder mit dem Thema zu beschäftigen.
Es gibt erstaunlich viele Alternativen zur Plastikzahnbürste, die sich aber alle – bis auf die SWAK – relativ ähnlich sind. Die meisten sind aus Bambus oder Biokunststoffen und haben entweder Nylon- oder Naturfaserborsten.
Alternativen zur Plastikzahnbürste
Miswakholz – Dieses enthält von Natur aus Stoffe wie Flourid, Silikate, Tannine, Vitamin C, Saponine, Flavonoide, Kalium und Calcium und wird deswegen seit jeher im arabischen Raum als ‚Zahnbürste‘ verwendet.
SWAK – Auch bei der Swak wird das Miswakholz verwendet. Da es aber schwierig ist mit einem Stück Wurzel alle Zähne zu erreichen, hat ein Zahnarzt in Morbach eine Art Halterung entwickelt, mit der man auch die hintersten Ecken erreichen kann. Nichts anderes ist die SWAK eigentlich — eine Halterung für die aus Miswakholz bestehenden Köpfchen. Da nur diese Köpfchen ausgetauscht werden ist es auch – meiner Meinung nach – zu vertreten, dass diese besagte Halterung aus Bioplastik besteht. Mehr über die SWAK erfahrt ihr hier.
Redecker – Eine Zahnbürste aus Buchenholz, mit Pflanzenölen und Naturharzen speichelecht imprägniert. Die Borsten sind mehrfach gekochte Schweineborsten. Auch als Kinderzahnbürste erhältlich.
Alverde – Ebenfalls eine Zahnbürste aus Buchenholz (FSC-Zertifiziert und aus der Schweiz stammend). Die Borsten sind aus Nylon das bis zu 100% aus Rizinusöl gewonnen wird.
Bambuszahnbürsten
dear roots… – Schlanke, vegane Zahnbürsten aus Moso Bambus mit BPA-freien, mittelweichen Borsten aus Nylon 6 (besteht zu 62% aus Rizinusöl) das mit Bambus Aktivkohle versetzt ist. Der Kopf ist klein gehalten und die Borsten angespitzt und unregelmäßig für eine gründliche Reinigung. Zudem sind kleine Symbole eingelasert zur einfacheren Unterscheidung.
Bambusliebe – Bambuszahnbürsten mit weichen, mittleren und harten Borsten aus Nylon und Bambus, BPA- frei und kompostierbar (die Borsten sollten allerdings über den Hausmüll entsorgt werden). Auch als Kinderzahnbürste erhältlich.
Planet Bamboo – Bambuszahnbürsten entweder mit Borsten aus Nylon (mit Aktivkohlpartikeln) in ‚medium-soft‘ oder aus Bambusviskose in ‚medium‘. Letztere ist zu 100% biologisch abbaubar und kann in der Biotonne kompostiert werden. Die Variante mit den Nylonborsten soll „zu 96% biologisch abbaubar“ sein (Auch als Zahnbürste für Kinder erhältlich).
Baumfrei – Eine weitere Bambuszahnbürste mit Borsten aus recyclingfähigem PBT (Polybutylenterephthalat). BPA-frei und vegan, wie die meisten Bambuszahnbürsten. Auch für Kinder gibt es eine Variante.
Max Green – Diese Bambuszahnbürste hat mittelharte Borsten aus Bambusviscose und sind auch BPA-frei und kompostierbar. Für Erwachene und Kinder erhältlich.
Ecobamboo – Hier sind die Borsten aus biologisch abbaubarem Nylon4, BPA-frei. (Der Griff besteht aus Moso Bambus, den Pandas nicht essen und der „von privaten Bauern gekauft wird“.)







Hallo, ich finde es sehr gut, dass du dich mit diesem Thema befasst und es veröffentlichst. Mir fehlt hier jedoch die Ökobilanz. Bambus wird nach Europa transportiert. Ich würde gerne wissen, ob die Abgase der Flugzeuge schädlicher sind oder die Entsorgung der Plastikzahnbürste, gibt es einen Vergleich?
Ausserdem ist Bambus die Nahrung der Pandas, wir müssen damit etwas schonender umgeben.
Noch ein Tipp. Zur Zahnpflege eignet sich auch ein kleiner Haselnusszweig, den man auffranst und sich damit die Zähne putzt, es gibt einen frischen Atem, ist etwas gewöhnungbedürftig, aber die Mühe lohnt sich.
Liebe Grüsse Bahareh
Danke für deine Anmerkungen Bahareh, zur vergleichbaren Ökobilanz von Plastikzanbürsten und dem Transport des Bambus kann ich dir im Moment noch nichts sagen, werde mich aber gerne mal auf die Suche nach Antworten machen. Für mich persönlich finde ich es allerdings wichtig, generell weniger Plastik in die Welt zu setzten. Der Moso-Bambus, der für viele der Zahnbürsten verwendet wird ist laut Herstellerangaben keine Pandanahrung. Das mit dem Haselnusszweig werd ich mal ausprobieren (sobald unsere Büsche etwas größer sind), klingt sehr interessant!
Über eine Alternative zur üblichen Zahnbürste hab ich tatsächlich auch schon mehrfach nachgedacht… bisher ist es aber beim nachdenken geblieben. Das es da mittlerweile ein so umfangreiches Angebot gibt überfordert mich auch grad ein bisschen. Ich werde mich wohl mit dem Thema mal wieder intensiver befassen. Anfangen kann ich ja mit deinen Testberichten.. LG Carina
selber habe ich so eine Zahnbürste noch nicht ausprobiert, weil ich tatsächlich seit Jahren meine elektrische nutze und bei der eben nur alle paar Wochen den Bürstenkopf austausche! finde diese Bambusbürsten aber richtig toll vom Gedanken her – und auch stylisch 🙂
liebste Grüße auch,
❤ Tina von liebewasist.com
Liebe was ist auf Instagram
Das beschäftigt mich auch immer wieder. Momentan verwende ich auch eine elektrische Zahnbürste mit Wechselköpfen. Diverse Bambuszahnbürsten habe ich schon getestet. So wirklich zufrieden bin ich allerdings nicht. Nach jahrelangem Zähneputzen mit der elektrischen Variante, habe ich bei einer normalen (Bambus)Zahnbürste einfach nicht das Gefühl „richtig“ geputzte Zähne zu haben. Ich zähle leider auch zur Fraktion „Druckputzer“ und putze mit zu viel Kraft. Bei den von mir getesteten Bambuszahnbürsten gehen da immer sehr schnell die Borsten kaputt. Ich warte wohl noch auf irgendeine nachhaltige, elektrische Zahnbürste. Vielleicht gibt es sowas ja bald?
Für ein gutes Putzgefühl und gefühlte Sauberkeit kann ich die SWAK empfehlen. Mr.R ist auch so ein ‚Druckputzer‘, da hilft nur immer achtsam die Zähne putzen. Also nicht neben bei, sondern bewusst nicht so viel Druck ausüben. Ist aber ein schwieriges Unterfangen 😉
Ich meine letztens etwas zu nachhaltigen Köpfchen für die elektrische Zahnbürste gelesen zu haben… falls ich diese wieder finde, schreibe ich bei Gelegenheit darüber =)