Deocreme für heiße Tage

Eine Deocreme für die 'Jahrhundert-Sommer'

Vor einiger Zeit hatte bereits das Rezept für unser selbstgemachtes Kokos-Deo gepostet das wir nun seit einigen Jahren verwenden. An besonders heißen Tagen verflüssigt sich aber das Kokosöl und die anderen Bestandteile fangen an sich abzusetzen. Da der letzte Sommer so unglaublich warm war und es so aussieht als ob wir uns an Temperaturen über 30°C gewöhnen müssen – wollte ich nochmal eine Rezeptur für eine Deocreme für heiße Tage mit euch teilen, die selbst bei den hohen Temperaturen cremig bleibt.

Warum wir unser Deo selber machen

Begonnen haben wir damit unsere Deos selbst zu machen, nachdem wir uns etwas mit der Herstellung von Aluminium und dessen Wirkung beschäftigt hatten.
 
Auf die Idee, dass in einem Deo Aluminium sein könnte, muss man erst einmal kommen. Und der Gedanke, dass etwas so alltägliches wie unsere Deos mit Brustkrebs, Alzheimer und anderen schwerwiegenden Erkrankungen in Verbindung stehen könnten, ist erschreckend. Es scheint aber allgemein bekannt und kein Geheimnis zu sein, dass Aluminium auf uns und die Umwelt meist negative Auswirkungen hat. Zudem kommt reines Aluminium in der Natur nicht vor und es wurde bis heute noch kein Lebewesen/natürlicher Zusammenhang gefunden der eine Verwendung dafür hat – was einem doch sehr zu denken geben sollte.
 
Warum ist Aluminium schädlich? Es wirkt zum Beispiel neurotoxisch, was bedeutet, dass es Nervenzellen beschädigen kann. Außerdem kann es generell Zellschädigend wirken und da Aluminium ein Metalloöstrogen ist, wird es auch mit Brustkrebs in Verbindung gebracht.
 
Wer sich näher mit dem Thema auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich die Dokumentation “Akte Aluminium" von arte. Sie ist sehr umfangreich, informativ und auch deprimierend.

Nun aber zurück zum Thema: Wir stellen also unser Deo selber her und sind sehr zufrieden damit. Das Rezept haben wir irgendwann einmal im Internet gefunden und über die Jahre haben wir die Zusammensetzung etwas verändert. Für die Sommerversion haben wir die Anteile an Natron und Speisestärke erhöht. So bleibt die Deocreme auch an heißen Tagen cremig.

Kokosöl wirkt desodorierend und riecht wunderbar. Es eignet sich gut zur Herstellung dieser Paste, da es bei Raumtemperatur (20°C) fest bleibt, jedoch schmilzt wenn es auf die Haut aufgetragen wird.
 
Natron wirkt alkalisch und fördert so ein basisches Milieu in dem sich die Bakterien, die den Schweißgeruch verursachen, nicht wohl fühlen. Wer allerdings empfindliche Haut hat sollte mit Natron vorsichtig sein und die angegebene Menge verringern.
 
Die Speisestärke stellt meines Wissens nur einen Füller da. Womöglich mindert sie die Schweißbildung, dazu konnte ich allerdings nichts Handfestes finden.
 
Als weitere Zutaten bieten sich ätherische Öle wie Teebaum- oder Salbeiöl an, da sie Antibakteriell wirken und zudem gut riechen. Auch hier ist bei empfindlicher Haut Vorsicht geboten.

Kokos-Deo Rezept

6EL Kokosöl
4EL Natron
5EL Speisestärke
ca. 5 Tropfen ätherisches Öl
 
Das Kokosöl wird im Wasserbad geschmolzen und danach gut mit den anderen Zutaten vermengt. Während das Kokosöl fest wird, rühren wir meist noch etwas um, damit sich kein Bodensatz bildet.
 
Dieses Deo wird nach dem Waschen/Duschen aufgetragen und es reichen meist kleine Mengen. Kurz nach dem Rasieren, sollte man allerdings etwas mit dem Aurftragen warten. Ich habe damit zwar keine Probleme aber je nach Hauttyp kann es zu Rötungen oder Irritationen kommen. Wer empfindlich auf Natron reagiert sollte sich langsam rantasten und eventuell die Natronmenge reduzieren oder einen Teil durch Speisestärke ersetzten.
 
Die Deocreme für heiße Tage ist wie die normale Version bei normaler Zimmertemperatur fest, verflüssigt sich aber nicht wenn die Temperaturen steigen sondern bleibt cremig. Im Sommer verwenden wir also diese Rezeptur – im Winter die flüssigere.
 

Wir sind mit der Wirkung unseres Deos sehr zufrieden. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass es kein Antitranspirant ist. Es verhindert also nicht, dass man schwitzt, es verhindert lediglich den Schweißgeruch. Die Umstellung von einem Antitranspirant auf dieses Deo kann daher etwas Umgewöhnungszeit in Anspruch nehmen.

Stellt ihr bereits euer eigenes Deo her? Wie ist die Zusammensetzung und seid ihr damit zufrieden?

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